Wissen, wo der Pfeffer wächst. Die Herkunft des Pfeffers weltweit, Stand 2018.

Ich reise nicht nur gern in die Länder, wo der Pfeffer wächst, sondern recherchiere auch viel über die Herkunft des Pfeffers. Hier meine knappe Betrachtung der wichtigen Pfeffer-Ursprünge der Welt. Datenquelle ist FAOSTAT.

Infografik mit einer kompletten Übersicht über die Pfeffererzeugung in den Top-Ursprüngen (Quelle: FAOSTAT, 2018)

Infografik mit einer kompletten Übersicht über die Pfeffererzeugung in den Top-Ursprüngen (Quelle: FAOSTAT, 2018). Download in voller Auflösung und ohne Wasserzeichen.

FAOSTAT-Daten gibt es kostenlos im Netz. Deshalb sind sie mit Vorsicht zu genießen. Mit dem Wissen, wonach genau man suchen muss, und der Skepsis, Plausibilität zu hinterfragen, kommt man aber zu validen Ergebnissen. Dieser angenehmen Mühe habe ich mich unterzogen und mir angeschaut, wo der Pfeffer wächst in dieser Welt. So entsteht ein Bild, in dem klassische Ursprünge mit einiger Volatilität kämpfen, während neue Ursprünge stete Aufwärtstrends verzeichnen.

Was man sich merken kann ist, dass die Weltpfefferproduktion unaufhörlich steigt. Das klingt gut, ist für die Produzenten aber ein Problem. Denn steigt die Nachfrage nicht in dem Maße wie das Angebot, geraten die Preise unter Druck.

Insgesamt werden weltweit aktuell fast 700.000 Tonnen Pfeffer pro Jahr erzeugt. Das ist offensichtlich mehr, als die Märkte aufnehmen können. So kam es in den letzten 3-4 Jahren zu einem massiven Preisverfall – von etwa 8-9 Euro/kg auf jetzt 2-3 Euro/kg, jeweils geliefert FOB Ursprungshafen.

Ein wichtiger Treiber der Weltpfefferproduktion ist Vietnam mit einem Marktanteil von fast 40 Prozent. Gleichzeitig fallen klassische Qualitätsursprünge wie Indien und Malaysia zurück.

Auch die indonesische Erzeugung zeigt Volatilität, während Ursprünge wie Sri Lanka, Ghana oder Mexiko stetig wachsen. Die Herkunft des Pfeffers wird vielfältiger.

Mit etwa 100.000 Tonnen pro Jahr ist die Nummer zwei Brasilien heute der einzige Ursprung, der Weltmarktführer Vietnam mengenmäßig das Wasser reichen kann. Ein großer Teil des Pfeffers, den deutsche Verbraucher im Supermarkt kaufen, kommt aus Brasilien.

Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Die klassischen Abnehmer Europa und Amerika dürften weitestgehend gesättigt sein und keine Nachfrageimpulse mehr liefern. Für die kommenden Jahre erwarte ich, dass sich das Marktgeschehen weiter in den asiatischen Raum verlagert, dass der Pfeffer also vermehrt da gehandelt und verbraucht wird, wo der Pfeffer wächst.

Hier weiterlesen:

Systematik der Pfeffer

Pfeffer – Piper nigrum

Pfeffer auf hashtagspice.de

Welcher Pfeffer ist gesund?

(Wo der Pfeffer wächst)

-ujk

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