Salvia officinalis

Ravioli mit Salbeibutter stärken die Konzentration

Könnte man zugespitzt schlussfolgern, denn Salbei hat einiges auf dem Kasten. Kaum ein anderes Gewürzkraut gehört so kulturübergreifend zu den klassischen Heilkräutern in der ethnomedizinischen Tradition wie Salvia officinalis. Von der traditionellen chinesichen Medizin (TCM) über Ayurveda und die Heilkunst der alten Griechen bis zur Naturmedizin der südamerikanischen Ureinwohner hatte er überall einen zentralen Platz.

Marmaraya, der sog. Wüstensalbei, wächst u.a. auf dem Sinai. Er verleiht den Tees der Beduinen ihr typisches Aroma.

Sein Name geht zurück auf das lateinische ‘salvus‘, das gesund, wohlbehalten oder gerettet bedeuten kann.

Salvia officinalis wächst überall im Mittelmeerraum, aber auch in Mittelamerika. Gute Salbei-Qualitäten, die wir im Supermarkt kaufen, stammen oft von der dalmatinischen Küste in Kroatien. Da er in Gewächshauskulturen gut gedeiht, ist Salbei auch frisch das ganze Jahr über verfügbar. In frostgeschützter Lage habe ich ihn auch schon im Freien überwintert.

Kulinarisch gehört Salbei in die mediterrane Thematik und in eine Reihe mit Rosmarin und Thymian. Lamm und Schwein, Fisch sowie generell fettes Essen lassen sich prächtig mit ihm in Form bringen. Auch bei Obst und Desserts kann er überraschende Akzente setzen. Und natürlich in meinem Favoriten – Ravioli in Salbei-Butter. Ob als Einzelgänger oder mit potentem Widerpart – das muss jeder selbst entscheiden. Die Salbei-Aromatik ist sehr prägnant und lädt jedenfalls zum Experimentieren ein.

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